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Eine Alm voller Geheimnisse

Alpengasthof Druckerhütte

Fam. Felfernig
St. Oswald 58, 9372 Eberstein
Tel: 04264/8440
felfernig.heinz@aon.at
www.druckerhuette.com
Montag Ruhetag (Sommerferien kein Ruhetag)

Gasthof Steinerhütte

Roland Florianz
St. Oswald 57, 9372 Eberstein
Tel: 0664/3088581
info@steinerhuette.at
www.steinerhuette.at

Vor allem für Kinder und Jugendliche ist „Wandern“ mittlerweile ein Reizwort. „Schon wieder, ich mag nicht!“, heißt es dann nicht selten. Umso besser also, wenn Mama und Papa Ziele in petto haben, die nicht für die ganze Familie machbar, sondern zudem auch noch geheimnisvoll sind.

Wer sich den mystischen Toten Hengstofen, den Kupplerbrunn oder die jahrhundertealte Kugelfichte am Fuße der Saualpe ansehen will, hat auch noch ein anderes Argument, bei dem die Familie kaum wird nein sagen können: In unmittelbarer Nähe dieser Orte befinden sich mit der Druckerhütte und der Steinerhütte gleich zwei Orte, die mit ihren kulinarischen Genüssen weit über das Görtschitztal hinaus bekannt sind. Aber der Reihe nach!

Schalensteine und Hengstofen

Wer von Eberstein kommend über St. Oswald weiter Richtung Steinerhütte fährt, kommt direkt am Toten Hengstofen vorbei. Da er sich neben der Straße jedoch ein wenig vor neugierigen Blicken versteckt und man auch das gelbe Schild übersehen kann, parkt man am besten beim Gasthof Druckerhütte. Gleich gegenüber erblickt man die gelbe Tafel mit der Aufschrift „Toter Hengstofen – frühsteinzeitlicher Näpfchen- o. Schalenstein“. Fünf Schritte weiter stehen einige Blocksteine und nun heißt es entdecken und zu staunen. Wer genau hinschaut, kann im Felsen tatsächlich Einkerbungen entdecken, die aussehen wie Schalen. Ob hier Tieropfer dargebracht wurden, weiß niemand so genau. Dennoch helfen die Steinschalen der Phantasie schnell auf die Sprünge und münden in allerlei Vermutungen und Deutungen. Das rauschende Bächlein gleich neben dem Toten Hengstofen tut das übrige, und man wähnt sich in einem verwunschen Wald, der übrigens – wie praktisch – gleich neben der Straße liegt. Nur wissen muss man es halt!

Kupplerbrunn

Wer weiß zum Beispiel, dass es am Fuße der Saualm einen Brunnen gab, bei dem sich einmal im Jahr heiratswillige Menschen aus dem ganzen Görtschitztal und weit darüber hinaus eingefunden haben? Heutzutage würde man es gemeinsames Abhängen nennen. Damals traf man sich am Kupperlbrunn zur Brautschau und zwar äußert zahlreich, wenn man den Berichten älterer Menschen glaubt. Um an diese Zeiten, in denen Brautschau ganz ohne Mobiltelefon und Kurznachrichten abgelaufen ist, zu erinnern, wurde vor einigen Jahren gleich neben der Straße ein steinerner Brunnen aufgestellt. Ein Eklogit, jenem Gesteinstyp, den es in dieser Form und Häufigkeit nur im Görtschitztal bzw. der Saualpe gibt, wurde zu einem Liebespaar gearbeitet, das dem neuen Kupplerbrunn seine gediegene Form gibt. Der Kupplerbrunn liegt übrigens nur wenige hundert Meter vom Toten Hengstofen entfernt.

Mystische Kugelfichte

Wer es vom Toten Hengstofen zu Fuß bis zum Kupplerbrunn geschafft hat, sollte sich unbedingt auch die Kugelfichte ansehen. Der Weg dorthin, er führt direkt von der Straße unter dem Kupplerbrunn rechts in den Wald, ist gut beschildert. Der Weg schlängelt sich ca. dreihundert Meter durch den Wald und führt direkt zur mächtigen Krone der als Naturdenkmal ausgewiesenen Fichte. Sie ist ganz dicht gewachsen und weit verzweigt. Auch angesichts dieses Naturdenkmales ist zuerst einmal staunen und verweilen angesagt. Zurück zur Straße geht es dann über den gleichen Weg.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt

Und nun haben hungrige Wanderer im wahrsten Wortsinn die Qual der Wahl. Schließlich gilt es zu entscheiden, ob einem der Geschmack nach Gegrilltem, Bretteljause oder aber nach feinster Hausmannskost steht. Zu wunderbar Gegrilltem geht es nur ein paar hundert Meter bergauf zur Steinerhütte. Hier kredenzt Roland Florianz, seines Zeichens Barbecue-Europameister, Gerichte wie leckere Steaks oder auch geräucherte Forelle, wie man sie woanders vergeblich suchen wird. Auf der Druckerhütte hat der Wirt gut bürgerliche Küche auf der Speisekarte. Unter anderem auch seine berühmten Fleischnudeln auf Sauerkraut, für die Kenner gerne auch weite Strecken auf sich nehmen.
Auf der Saualpe ist wie man sieht also beides möglich: Geheimnisvolles Entdecken in der Natur und feinste Kulinarik. Praktisch dabei ist, dass beides sozusagen nebeneinander stattfindet und deshalb auch in perfekter Kombination erlebbar wird!